Solidarisch, bunt, selbstbestimmt – Ist das Gute im Falschen doch möglich?

Di., 01.11.2016, 16:00 Uhr (2 ¼ Std.)
 

Soli­da­risch leben und arbei­ten…, im Kol­lek­tiv… – wie geht das? Geht das über­haupt? Geht das auf Dau­er? Was heißt „auf Dau­er“? Was ist über­haupt von Dau­er? Gewöhn­li­che Arbeits­ver­hält­nis­se in der „frei­en“ Markt­wirt­schaft sind das immer weni­ger.

In der Regen­bo­gen­fa­brik scheint das anders. Immer­hin besteht das selbst­ver­wal­te­te Wohn- und Arbeits­pro­jekt seit 1981. Zuerst besetzt, dann auf­wen­dig instand­ge­setzt, kamen nach und nach Ange­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che und viel­fäl­ti­ge Nach­bar­schafts­an­ge­bo­te im krea­tiv-hand­werk­li­chen und im sozio-kul­tu­rel­len Bereich hin­zu.

Im Pro­jekt woh­nen 29 Erwach­se­ne und 4 Kin­der zusam­men. Zur Regen­bo­gen­fa­brik gehö­ren ein Hos­tel und ein Kino, eine Fahr­rad­werk­statt und ein Café, eine Back­stu­be und vie­les mehr…. Alle Arbei­ten wer­den gleich ver­gü­tet, Ent­schei­dun­gen wer­den im Kol­lek­tiv getrof­fen.

Die Ange­bo­te wer­den von Inter­es­sier­ten aus nah und fern genutzt. Das Pro­jekt ist gut in der Nach­bar­schaft ver­an­kert. – Die Regen­bo­gen­fa­brik – eine Insel der Hoff­nung? Wie kann ein soli­da­ri­sches Pro­jekt so lan­ge bestehen(?) – in Zei­ten, da der Kon­kur­renz­kampf immer här­ter, das Gewinn­stre­ben ein­zel­ner immer skru­pel­lo­ser wird? Soll­te das Gute im Fal­schen doch mög­lich sein?    

Die Tour führt uns hin­ein in die soli­da­ri­sche „Fabrik“ und in’s Gespräch mit einer lang­jäh­ri­gen Bewoh­ne­rin. Sie hat die jahr­zehn­te­lan­ge ver­trag­li­che Unsi­cher­heit erlebt, die Pha­sen, wo das Pro­jekt exis­ten­zi­ell bedroht war und die Kon­flik­te im Gro­ßen und Klei­nen, die ein Kol­lek­tiv stär­ken kön­nen oder aus­ein­an­der bre­chen las­sen. Für den Aus­tausch und die Besich­ti­gung sind etwa 1 ½ Stun­den ein­ge­plant.

Im Ein­füh­rungs­vor­trag – auf dem Weg hin zum Pro­jekt – erhal­ten Sie einen ers­ten Über­blick zum The­ma Soli­da­ri­sche Öko­no­mie und dazu, was sich auf dem Feld soli­da­ri­schen Lebens und Arbei­tens in Ber­lin so tut.