Themenschwerpunkt:
SOLIDARISCHE ÖKONOMIE – ANDERS LEBEN, ANDERS ARBEITEN

SOLIKON“ – für vie­le ein Fremd­wort und nur schwer über­setz­bar, für ande­re ein Wort, das sofort an Aus­tausch den­ken lässt, über all das, was mit „Soli­da­ri­scher -“ oder „Sozia­ler Öko­no­mie“, mit „Sha­re- Eco­no­my“, „Umver-Tei­len“, mit „Gemein­schaft­li­chem Woh­nen“ oder „Kol­lek­ti­vem Wirt­schaf­ten“ ver­bun­den wird. KoSolikon-Plakatnfe­ren­zen über Soli­da­ri­sche Öko­no­mie, wie z. B. die SOLIKON, sind inzwi­schen kei­ne Sel­ten­heit mehr. Hier kom­men Theo­re­ti­ker, vor allem aber Prak­ti­ker zusam­men, die die Zukunft vor­weg neh­men. Allen gemein­sam ist die Abkehr von einer auf Gewinn-Erzie­lung aus­ge­rich­te­ten Wirt­schafts­wei­se, die – gleich einem gefrä­ßi­gen Unge­heu­er – die Zer­stö­rung der Lebens­grund­la­gen eben­so in Kauf nimmt wie unwür­di­ge Arbeits­be­din­gun­gen.

In Ber­lin gibt es zahl­rei­che „alte“ und neue „Alter­na­tiv­pro­jek­te“. Aber was heißt eigent­lich alter­na­tiv? Was ist aus den Kol­lek­ti­ven von einst gewor­den? Was ist bei den neue­ren Pro­jek­ten anders? Wis­sen Sie, hin­ter wel­chen Fas­sa­den sich sol­che Pro­jek­te befin­den? Haben Sie eine Vor­stel­lung davon, wie die Arbeit im Kol­lek­tiv orga­ni­siert wird? Wie fühlt es sich an, ohne Chef zu arbei­ten? Wie lebt Mensch damit, wenn ihm eine Kol­lek­tiv-EntsUngeheuerchei­dung nicht passt?

Auch die Zahl und die Viel­falt gemein­schaft­li­cher Wohn­pro­jek­te haben in den letz­ten Jah­ren enorm zuge­nom­men. Eini­ge Hun­dert gibt es inzwi­schen in Ber­lin. Was macht ein gemein­schaft­li­ches Haus­pro­jekt aus? Wie lebt es sich dort? Wer kann sich das leis­ten? Bie­ten sie kon­kre­te Lösun­gen für gesell­schaft­li­che und öko­lo­gi­sche Pro­ble­me? Was unter­schei­det sie z. B. von Woh­nungs­ge­nos­sen­schaf­ten?

Und wie pas­sen Inter­kul­tu­rel­le Gär­ten in das Spek­trum alter­na­ti­ven Lebens? Was haben sie mit soli­da­ri­scher Öko­no­mie zu tun?

neu­gie­rig in ber­lin macht neu­gie­rig auf Zukunft­wei­sen­des. Die Tou­ren füh­ren zu Pro­jek­ten und Orten, die für alter­na­ti­ve Arbeits- und Wirt­schafts­for­men oder alter­na­ti­ve Lebens- und Wohn­for­men ste­hen. Dies sind z. B. selbst­ver­wal­te­te Betrie­be und Kol­lek­ti­ve, Mehr­ge­nera­tio­nen-Häu­ser und ande­re gemein­schaft­li­che Wohn­for­men, Pro­jek­te der soli­da­ri­schen Land­wirt­schaft, aber auch Inter­kul­tu­rel­le Gär­ten. Im Zen­trum steht der Aus­tausch mit Men­schen, die gemein­schaft­lich und selbst­be­stimmt ande­re Wege aus­pro­bie­ren.

Beim Besuch sol­cher Pro­jek­te wird die Mach­bar­keit anschau­lich, wird im Klei­nen gezeigt, was groß wer­den soll. Das, was suspekt und viel­leicht fremd war, ver­liert sich. Viel­leicht ent­de­cken Sie etwas Neu­es für sich.
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