Themenschwerpunkt: POLITIKChristian Morgenstern

Ken­nen Sie das Bon­mot, Ber­lin sei eine Stadt, die ´nie ist, son­dern immer nur wird‚? Die­ser so tref­fen­de Satz gilt nicht nur für das kul­tu­rel­le und städ­te­bau­li­che Gesicht der Stadt, son­dern auch für das poli­ti­sche Ber­lin. Von außen stets wahr­ge­nom­men als Haupt­stadt, als Zen­trum der Macht, zeigt sich nir­gends sonst eine sol­che Viel­falt an unter­schied­li­chen Kul­tu­ren, unter­schied­li­chen Lebens­sti­len und unter­schied­li­chen poli­ti­schen Sicht- und Hand­lungs­wei­sen. Nir­gends sonst gibt es eine sol­che Viel­zahl an poli­ti­schen Initia­ti­ven und Orga­ni­sa­tio­nen. Der Wunsch nach poli­ti­scher Ein­mi­schung und Bür­ger­be­tei­li­gung ist in Ber­lin beson­ders aus­ge­prägt.

neu­gie­rig in berlGREENPEACE_b_TTIP-Demo_2015_10_10_vor_Brandenb.Torin inter­es­siert sich für die Arbeit in staat­li­chen Insti­tu­tio­nen (Zen­tren rea­ler oder sym­bo­li­scher Macht) und die Arbeit in Nicht-Regie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (nicht Macht, noch Ohn­macht). Besucht wer­den Akteu­re ganz unter­schied­li­cher Ein­rich­tun­gen und Initia­ti­ven. Im Zen­trum steht das Enga­ge­ment von Men­schen, die sich poli­tisch ein­mi­schen und Poli­tik mit­ge­stal­ten wol­len: Sei es in einer der vie­len Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen (NROs, z. B. einer Initia­ti­ve, einer Stif­tung, einer Inter­es­sen­or­ga­ni­sa­ti­on). Oder in einer staat­li­chen Insti­tu­ti­on, im Abge­ord­ne­ten­haus, im Bezirk, im Bun­des­tag. Was treibt sie an, wel­che klei­nen und grö­ße­ren Zie­le ver­fol­gen sie? Wel­che Bar­rie­ren neh­men sie wahr, wie beur­tei­len sie ihre Hand­lungs­spiel­räu­me?

Ziel ist, das wenig Durch­schau­ba­re des Politik-“Betriebs“ trans­pa­ren­ter und begreif­bar zu machen, poli­ti­sche Pro­zes­se und die Arbeit in poli­ti­schen Insti­tu­tio­nen – Reichstag im Herbstdie enor­men Her­aus­for­de­run­gen, aber auch Gren­zen poli­ti­schen Han­delns – bes­ser zu ver­ste­hen.

Durch unmit­tel­ba­res Nach­fra­gen wird ein Ein­blick in den All­tag mög­lich, in das, was schwie­rig ist und das, was Mut macht und bewegt. Die Teil­neh­men­den erfah­ren auch, wie Ein­mi­schung und Betei­li­gung mög­lich sind.
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