Solidarisch, bunt, selbstbestimmt – Ist das Gute im Falschen doch möglich?

ACHTUNG, verschoben vom 25.10. auf:

Di., 01.11.2016, 16:00 Uhr (2 ¼ Std.), Anmeldung bis Di., 25.10.2016 (danach bitte telefon. anfragen), Preisgruppe A
zur Anmeldung.
 

Solidarisch leben und arbeiten…, im Kollektiv… – wie geht das? Geht das überhaupt? Geht das auf Dauer? Was heißt „auf Dauer“? Was ist überhaupt von Dauer? Gewöhnliche Arbeitsverhältnisse in der „freien“ Marktwirtschaft sind das immer weniger.

In der Regenbogenfabrik scheint das anders. Immerhin besteht das selbstverwaltete Wohn- und Arbeitsprojekt seit 1981. Zuerst besetzt, dann aufwendig instandgesetzt, kamen nach und nach Angebote für Kinder und Jugendliche und vielfältige Nachbarschaftsangebote im kreativ-handwerklichen und im sozio-kulturellen Bereich hinzu.

Im Projekt wohnen 29 Erwachsene und 4 Kinder zusammen. Zur Regenbogenfabrik Solidarische OekonomieRegenbogenfabrik gehören ein Hostel und ein Kino, eine Fahrradwerkstatt und ein Café, eine Backstube und vieles mehr….
Alle Arbeiten werden gleich vergütet, Entscheidungen werden im Kollektiv getroffen.

Die Angebote werden von Interessierten aus nah und fern genutzt. Das Projekt ist gut in der Nachbarschaft verankert. – Die Regenbogenfabrik – eine Insel der Hoffnung? Wie kann ein solidarisches Projekt so lange bestehen(?) – in Zeiten, da der Konkurrenzkampf immer härter, das Gewinnstreben einzelner immer skrupelloser wird? Sollte das Gute im Falschen doch möglich sein?

Die Tour führt uns hinein in die solidarische „Fabrik“ und in’s Gespräch mit einer langjährigen Bewohnerin. Sie hat die jahrzehntelange vertragliche Unsicherheit erlebt, die Phasen, wo das Projekt existenziell bedroht war und die Konflikte im Großen und Kleinen, die ein Kollektiv stärken können oder auseinander brechen lassen. Für den Austausch und die Besichtigung sind etwa 1 ½ Stunden eingeplant.

Im Einführungsvortrag – auf dem Weg hin zum Projekt – erhalten Sie einen ersten Überblick zum Thema Solidarische Ökonomie und dazu, was sich auf dem Feld solidarischen Lebens und Arbeitens in Berlin so tut.